Glossar

AGED

 
Ein künstliches Alter erhalten die Kleidungsstücke durch mechanische oder chemische Verfahrensweisen (z. B. Waschen). ANTI-PILLING (s. MECHANISCHER SCHLIFF) AUSRÜSTUNGSVERFAHREN Durch Ausrüstungsverfahren werden die Textilien wertvoller, d.h. entweder die Gebrauchseigenschaften, das Aussehen oder die Pflegeeigenschaften werden verbessert. Ausrüstungsverfahren sind z.B. Auswaschformen, Mercerisieren, Rauhen, Sanforisieren, Schmirgeln, Sengen, u.a.
 
 

BAUMWOLLE

 
Baumwolle ist eine pflanzliche Naturfaser und besteht zu 90 % aus Zellulose. Baumwolle ist eine malvenähnliche Staudenpflanze. Sie ist einjährig und wird zwischen 25 cm und 2 m groß. Von der Zeit der Aussaat bis zur Ernte vergehen zwischen 175 bis 225 Tage. Lt. Textilkennzeichnungsgesetz wird als Baumwolle nur die Samenfaser der Baumwollpflanze (Gossypium) bezeichnet. Die Baumwollpflanze benötigt viel Feuchtigkeit und im Reifestadium viel Wärme; daher befindet sich der Baumwollgürtel der Erde in der tropischen und subtropischen Zone. Einige Erzeugerländer: Ägypten, Brasilien, China, Indien, Mexiko, Syrien, Türkei, USA. Baumwollqualitäten nach Erzeugerländern und Sorte: Mako-Baumwolle aus Ägypten, Sea-Island-Baumwolle aus USA, Pima-Baumwolle aus Peru und Upland-Baumwolle, USA. Die Feinheit des Baumwollgarns und die Haltbarkeit sind auch abhängig von der Länge der Faser, die versponnen werden kann. Je langstapeliger die Faser, um so besser die Qualität. Langstapelige Fasern: 30 - 35 mm Länge. Kurzstapelige Fasern: 10 - 25 mm Länge.
 
 

BAUMWOLLE

gekämmt, supergekämmt

 
Durch das Kämmen der Baumwolle wird die Baumwolle parallelisiert. Kurze Fasern werden ausgekämmt. Die daraus hergestellten Garne haben eine größere Festigkeit und sind gleichmäßiger, glatter und dadurch hochwertiger. Die Garne, die in Stefan Brandt Produkten verwendet werden, werden aus erlesener, besonders langstapeliger Pima-Baumwolle (siehe auch Mako-Baumwolle) hergestellt. Garne dieses erstklassigen Rohstoffes sind in der Lage, auch höchste Anforderungen zu erfüllen und bieten die Voraussetzung für optimale Qualität des Endproduktes. Die Feinheit der Fasern ermöglicht einen sanften Griff und Warenfall und außerdem verbesserte Farbbrillanz, weil längere („langstapelige“) Baumwollfasern eine glattere Oberfläche erzeugen. Man spricht auch von "feinkörniger" Baumwolle. Die Farbabsorption im Färbeprozess ist infolge des verstärkten Kapillareffekts (durch die längeren Fasern) erhöht. Die höhere Farbintensität, zusammen mit der erhöhten Lichtreflexion durch die glattere Oberfläche bewirken leuchtende und wohl definierte Farben.
 
 

BAUMWOLLE

gasiert

 
Beim Gasieren werden die abstehenden Faserenden des Baumwollgarnes abgesengt, um die Eleganz des Materials zu betonen. In diesem Seng-Prozess gelangt die Baumwolle in eine Gasiermaschine mit Gasflammen. Dort läuft sie mit großer Geschwindigkeit über nicht leuchtende Gasflammen. Durch diese Ausrüstung erhält die Baumwolle eine besonders glatte, feine und klare Optik, die Ware wirkt eleganter und griffiger. Zusätzlich wird die Neigung zu verschmutzen, sowie die Pillingbildung reduziert. Der Arbeitsgang des Gasierens wird der Appretur zugeordnet.
 
 

BAUMWOLLE

mercerisiert

 
Mercerisieren ist ein Veredelungsverfahren für Baumwolle, das erstmals vom Engländer John Mercer (Chemiker) entwickelt wurde. Dabei wird die Baumwollfaser durch eine Behandlung mit Natronlauge in der Längsschnittstruktur von bändchenartig zu zylindrisch verändert. Die Querschnittstruktur wird von nierenförmig zu rund verändert. Diese Form- und Strukturveränderungen führen zu seidenartigem, waschbeständigem Glanz, besserer Färbbarkeit, höherer Festigkeit und besserer Dimensionsstabilität. Das Verfahren erhöht die Qualität der Textilien wesentlich, ist aber sehr kostspielig. Daher wird es nur bei Textilien der höchsten Qualität angewandt.
 
 

BLEACHED

(engl. gebleicht)

 
Beim Waschen wird durch Zugabe von Bleichmitteln ein helles Aussehen verliehen.
 
 

BRUSHING

(engl. aufgeraut bzw. geflottet)

 
Mechanischer Fertigungsprozess, bei dem die Enden der Garne aufgestellt werden, was dem Stoff einen sanfteren Griff verleiht. Flannel bspw. ist ein geflotteter Stoff.
 
 

CARDING

(auch KARDIERTE BAUMWOLLE)

 
Kardieren ist eine Garn-Verarbeitung, bei der die rohe Baumwolle separiert, geöffnet und gesäubert wird, bevor sie zu sliver (ein fortlaufendes, seilähnliches Band lose zusammengefügter Fasern) verarbeitet wird. Alle Baumwollfäden sind kardiert, aber nicht alle Baumwollfäden sind gekämmt.
 
 

COMBING

(KÄMMEN)

 
Ein Veredelungsprozess der nach dem Kardieren vorgenommen wird und bei dem alle kurzen Fasern (kleiner als 1-1/8") und Verunreinigungen aus der kardierten Baumwolle entfernt werden. Gekämmte Baumwolle ist hochwertiger als kardierte Baumwolle, da sie kompakter ist und weniger abstehende Fasern aufweist. Die edelsten Baumwollstoffe werden aus gekämmten Garn hergestellt.
 
 

COMPLET

 
Modische Abstimmung (eigentlich von Rock oder Kleid mit einem Mantel bzw. einer Jacke), wobei beide Teile exakt zueinander passen müssen.
 
 

DOPPEL-JERSEY

 
Hat auf beiden Warenseiten rechte Maschen.
 
 

DOPPELRIPP

 
Doppelflächige Maschenware, die auf Rundstrickmaschine hergestellt wird. Durch Abzug von Nadeln entstehen sichtbare Rippen in der Ware. Die Bindung ist weniger fein, dafür besonders elastisch und wird daher oft für Bündchenabschlüsse verwendet.
 
 

DURCHGRIFFTASCHE

 
Die Durchgrifftasche, vorwiegend in Mäntel und Jacken eingearbeitet, ist eine Tasche ohne Stoffbeutel. Der Durchgriff ermöglicht es, die Taschen zu erreichen, die sich unter dem Kleidungsstück befinden, z.B. Sakko- oder Hosentaschen.
 
 

ELASTHAN

 
Elastan ist registriert und kommerzialisiert von Du Pont de Nemours. Elastische Synthetik-Fasern, die Stretch-Eigenschaft verleihen, für einen komfortablen Fit. Oft fälschlich Lycra genannt.
 
 

ELASTHAN-EIGENSCHAFTEN

 
Leicht, hochelastisch, dehnbar, gibt Bewegungsfreiheit ohne einzuengen. Pflegeleicht, formbeständig, nicht einlaufend, strapazierfähig, weich, gut anfärbbar, hitzebeständig, gut waschbar, schnell trocknend, geringe Feuchtigkeitsaufnahme, geringes Wärmerückhaltevermögen. Da Elastan meist mit anderen Rohstoffen kombiniert wird, richtet sich die Pflege nach der Grundfaser, der die Elastanfaser beigemischt wurde. Verwendung: Elastan wird meist in Verbindung mit anderen Fasern verwendet, z.B. Baumwolle, Wolle, Polyester oder Polyamid, verarbeitet zu Badebekleidung, Strümpfen, Gymnastikbekleidung und Bekleidung, die bequem und komfortabel sein soll.
 
 

ELASTIZITÄT

 
Die Gewirke von Stefan Brandt sind – ohne Elastanzusatz – außergewöhnlich elastisch und formstabil. Das Geheimnis liegt zum einen an der WIRKTECHNIK, zum anderen darin, dass die fertigen Gewirke NICHT auf eine einheitliche Breite gewalzt und auch im weiteren Fortlauf mechanischen Spannungen auf das Gewirke weitestgehend unterbunden werden. Es kommen schonende MANUELLE TECHNIKEN zum Einsatz, die gewährleisten, dass lokale Dehnfelder und Spannungsmatrizen im Gewirke minimiert und die Elastizitätsgrenze und damit auch die FORMSTABILITÄT, signifikant erhöht werden. Maschinelle Prozesse, wie z.B. Walzen der Gewirkebahnen auf einheitliche Breite, dienen immer der Kostenminimierung bzw. der Maximierung der Produktionskapazität, aber schädigen das Gewirke und verursachen Einbußen an Elastizität und Formstabilität.
 
 

ENZYM-WÄSCHE

 
Ist eine abgemilderte Form des Stone-Washings und gibt einen veloursartigen weichen Griff, indem die beim Waschvorgang beigefügten Enzyme Farbpartikel aus den gefärbten Geweben gelöst werden. Dieser biologische Waschprozess verursacht weniger Abfall als mechanisches Stonen, erzielt aber vergleichbare Ergebnisse.
 
 

FADE OUT

(FADING-OUT)

 
Abnutzung, Waschen oder künstliches Bleichen und Stone-Washing ergibt eine hellere Farbe bzw. einen USED LOOK.
 
 

FARBECHTHEIT

 
Unter Farbechtheit versteht man die Widerstandsfähigkeit von Färbungen gegenüber unterschiedlichen Einwirkungen. Der Grad der gewünschten Farbechtheit richtet sich nach der Art der Beanspruchung und Verwendung. Stefan Brandt arbeitet ausschließlich mit den hochwertigsten Reaktiv-Farbstoffen der Firma CLARIANT, Schweiz. Das Farbstoffmolekül besitzt eine Reaktivgruppe, die eine chemische Bindung mit der OH-Gruppe der Zellulosefaser eingeht. Dadurch sind die guten Echtheiten bedingt. Die Farbstoffe sind selbstverständlich auch auf gesundheitliche Unbedenklichkeit geprüft und entsprechen den Anforderungen von ÖKO-TEX Standard 100. Der eigentliche Erfolg wird aber durch die zusätzliche PREFIT-BEHANDLUNG bei 130 Grad (im geschlossenes System) erreicht. In diesem Prozess, mit Wasser, Dampf und Hitze, ohne chemische Zusätze, werden auch die letzte „losen“ Farbmolekülstrukturen bzw. Pigmente und Schadstoffe aus den Stoffen herausgelöst. Auch nach längerem Tragen und Schwitzen fühlt sich die Ware noch frisch an, da im Gewirke keine Schadstoffe mehr vorhanden sind, die auf die Haut übergehen oder mit dem Körperschweiß in eine Zersetzungs-Reaktion treten könnten. Die Kombination der Schweizer Ökotex-Farbstoffe mit der aufwändigen PREFIT-BEHANDLUNG liefert ein kostbares Gewirke, dass für Menschen mit empfindlicher Haut oder für Allergiker ideal ist..
 
 

FEINRIPP

 
Rechts/Rechts-Maschenware, die auf Rundstrickmaschinen hergestellt wird. In gedehntem Zustand erkennt man auf beiden Seiten im Verlauf einer Maschenreihe abwechselnd eine rechte und eine linke Masche. Die Rechtsmaschenstäbchen bilden in Längsrichtung eine feine durchgehende Rippe.
 
 

FINISH

 
Letzter Vorgang in der Textilveredelung zum Erreichen des gewünschten Aussehens und Griffes. Das Finish verleiht dem Stoff bestimmte Eigenschaften, wie z.B. Veränderung der Oberflächenstruktur durch Schmirgeln, Sanden oder Aufrauen.
 
 

FISCHGRÄTSTRUKTUR

 
siehe ITALIENISCHE KNOPFLÖCHER
 
 

FITTED SHIRTS

 
Stefan Brandt produziert ausschließlich Artikel, die der Körperkontur folgen, ohne einzuengen. „Fitted“ heisst nicht „enganliegend“, sondern steht für Passgenauigkeit und ein Schnittdesign, bei denen die Schulterpartien, Ärmel, Passen, Seiteneinsätze und alle anderen Schnitt- und Stilelemente ergonomisch angepasst sind und Abweichungen von der Ideallinie – zB. infolge spezifischer Näh- oder Waschvorgänge – im Schnittmuster antizipiert werden. Ein gelungenes FITTED SHIRT - Design erkennt man daran, dass man darin auch noch gut aussieht, wenn man eine Nummer größer oder kleiner als die eigentliche (Ziel-)Größe kauft. Beste Voraussetzung für die Verwirklichung eines FITTED SHIRT ist ein weicher, fließender Fall der Ware, so wie es bei dem seidig-weichen, hochwertigen PIMA-GEWIRKE von Stefan Brandt gegeben ist.
 
 

FRENCH TERRY

 

Stefan Brandt ist es gelungen, ein innen aufgerautes French Terry aus hochwertiger Pima Baumwolle (ausgesuchte Ballen) herzustellen, ohne die sonst übliche Polyesterzumischung zum Erzwingen der Formstabilität.


Ein innovative Technik des FLOTTENS verleiht unserem Baumwoll French Terry innenseitig einen dezenten Haarflor, der die Körpertemperatur durch die zwischen den Haaren aufgestaute Luft konstant hält und gleichzeitig die Körperfeuchtigkeit nach außen transportiert. Durch diese Wärmespeicherung (HAARFELL-PRINZIP) lässt sich der Sweater sowohl im Sommer als auch Winter hervorragend tragen.


In unserer PREFIT-BEHANDLUNG werden bei über 120 Grad (im geschlossenem System) mit Wasser, Dampf und Hitze, ohne chemische Zusätze, auch die letzten „losen“ Pigmente und Schadstoffe aus dem French Terry Stoff herausgelöst. Das Ergebnis ist erstaunlich. Auch nach längerem Tragen und Schwitzen fühlt sich die Ware noch frisch an, da im Gewirke keine nennenswerten Schadstoffe mehr vorhanden sind, die mit dem Körperschweiß in Reaktion treten bzw. auf die Haut übergehen bzw. zersetzt werden könnten. Die Kombination der hochwertigen Rohware mit unseren manuellen und innovativen Techniken, liefert French Terry Sweater, Sweatjacken, Hoodies und Jogpants in samtweicher Haptik, höchster Farbtreue und Formstabilität. Der Komfort und die Pflegeeigenschaften dieser French Terry Kollektion sind im Markt unerreicht.

 
 

FLOCK

 
Kurze Viskose- oder Synthetikfasern, die auf Textilien gedruckt werden. Es entstehen samtartige Muster und Dessins, die waschecht sind.
 
 

FLOTTEN

(RAUHEN)

 
Eine mechanische Ausrüstung. Rotierende Walzen, die mit feinen Stahlhäkchen besetzt sind, lockern aus weich gedrehten Garnen die Faserenden an die Stoffoberfläche. Die Aufrauung kann sehr kräftig, aber auch sehr leicht vorgenommen werden und führt zu einem weichen und flauschigen Griff. Der entstandene Faserflor schließt viel Luft ein und verbessert somit das Wärmerückhaltevermögen.
 
 

FORMSTABILITÄT

 
Oberstes Gebot für Stefan Brandt ist, dass die Ware nicht aus der Form geht. Um dies zu garantieren, werden zahlreiche maschinelle Prozesse durch schonende MANUELLE TECHNIKEN ersetzt. Die Rohgewirke durchlaufen zusätzlich eine PREFIT-BEHANDLUNG. Lokale Spannungsmatrizen, also Schädigungen im Gewirke durch lokale Überdehungen, können mit Hilfe der manuellen Techniken weitestgehend vermieden und die Elastizitätsgrenze signifikant erhöht werden. Diese manuellen Techniken sind mit hohen Kosten verbunden, aber erklären die Einzigartigkeit der Ware (siehe auch ELASTIZITÄT und MANUELLE TECHNIKEN).
 
 

GABARDIN

 
Ein Kammgarngewebe aus Baumwolle oder Schurwolle, oft auch mit Synthetik-Beimischung, mit spezieller Köperbindung. Gabardin wird für Mäntel, Jacken, Blazer, Hosen, Röcke und Kostüme verwendet.
 
 

GARMENT-WASHED

 
Oberbegriff für Formen des Waschens von Fertigkleidung, mit oder ohne Einfluss auf Farbe. Meist soll ein getragenes Aussehen, ein typischer Farbcharakter, Abriebe, ein weicher Griff oder ein leichter Knittereffekt entstehen.
 
 

GASIEREN

(SENGEN)

 
Das Gasieren oder Sengen ist ein industrielles Veredelungsverfahren für Garne, Fasern und Zwirne, in geringerem Ausmaß auch für Stoffe und Textilien. Dabei werden überstehende Härchen maschinell, meist über einer Gasflamme, abgesengt bzw. abgebrannt oder abgeflammt. Durch diese Ausrüstung erhält das Produkt eine besonders glatte, feine und klare Optik, die Ware wirkt eleganter und griffiger. Zusätzlich wird die Neigung zu verschmutzen, sowie die Pillingbildung reduziert. Der Arbeitsgang des Gasierens wird der Appretur zugeordnet und kann bei Naturfasern, wie Baumwolle, sowohl vor als auch nach dem Färben durchgeführt werden.
 
 

GRADIEREN

 
Ist das nach erfolgter Schnittkonstruktion schrittweise Verkleinern oder Vergrößern der ursprünglichen Ausgangsgröße.
 
 

HAARPRINZIP

 
Bei den von Stefan Brandt innen aufgerauten Artikeln (in Interlock und Fleece) liegen die Härchen nur punktuell auf der Haut auf und wirken als Abstandshalter. Das Textil klebt nicht am Körper. Gleichzeitig sorgt die Kapillarwirkung der Härchen für einen Abtransport der Körperfeuchtigkeit an die Oberfläche, wo sie verdunsten kann. Die Haut kann atmen und fühlt sich trocken an. Der innenseitige Haarflor schließt viel Luft ein und verbessert somit das Wärmerückhaltevermögen, d.h. eine gute Wärmeisolierung ist gewährleistet.
 
 

INTERLOCK

 
Interlock ist eine hochwertige, doppelvolumige Maschenbindung für feine, aber wenig dehnbare Maschenware, die von beiden Seiten ein rechtes Maschenbild zeigt. In der Praxis werden zwei Single-Jerseys aufeinandergewirkt, daher spricht man auch von doppelflächigem oder doppelfülligen Material. Interlockware von Stefan Brandt ist außergewöhnlich elastisch durch die in-house entwickelte Verfahrens- und Behandlungstechnik (s. ELASTIZITÄT). Interlock wird auf Rundstrickmaschinen hergestellt. Wegen des höheren Materialeinsatzes ist Interlock teurer und schwerer als vergleichbare Stoffe.
 
 

JERSEY

siehe auch SINGLE-JERSEY

 
Jersey ist eine weiche, schmiegsame, glatte, elastische und knitterarme Maschenware, bestehend aus unterschiedlichen Rohstoffen. Der Name stammt von der Insel Jersey, wo Jerseystoffe zuerst hergestellt wurden. In der Oberbekleidung ist Jersey sehr bequem und verliert bei guter Abfütterung nicht seine Form.
 
 

KÄNGURUHTASCHE

 
Die Kängurutasche ist eine aufgesetzte oder in eine Passennaht eingearbeitete große Tasche auf dem Vorderteil meist sportlicher Bekleidung, wie z.B. Hoodies oder Sweatshirts.
 
 

KNOPFLOCH

 
Hochwertige Knopflöcher sind für Stefan Brandt gewohnter Standard. Diese unterscheiden sich von herkömmlichen „Zick-Zack“-Knopflöchern durch ihre besondere "Fischgrät"- Struktur, wie sie auch von hochwertigen Hemden bekannt ist. Das Knopfloch mit „Fischgrät"- Struktur wird bei Jersey-Artikeln wie z.B. Poloshirts, trotz des bedeutenden Zugewinns in der Optik, nur selten realisiert. Die so oft beschworene „Liebe zum Detail“ endet oft hier. Ein klein wenig Liebe wäre dabei schon ausreichend. Man benötigt nicht einmal eine moderne Maschine. Es reicht die richtige Nähnadel, die richtige Fadenspannung, ein guter Nähfaden und ein engagierter Mitarbeiter, der langsam und sorgfältig näht. In diesem Sinne dient ein Blick auf das Knopfloch schnell als Prüfstein, ob die postulierte „Liebe zum Detail“ auch ernst gemeint ist. Der nächste Prüfstein wäre z.B. der Blick auf den angenähten Knopf. Er sollte sorgfältig und über Kreuz angenäht sein, idealerweise ein Naturknopf, wie bei Stefan Brandt (siehe „STEINNUSSKNÖPFE“).
 
 

LAYERN / LAYERING

 
Kombination von Kleidungsstücken in der Damen- und Herrenmode, wobei die Einzelteile in mehreren Schichten übereinander getragen werden (kurze über langen Artikeln).
 
 

MAKO-BAUMWOLLE

 
Die Garne, die Stefan Brandt verwendet, werden aus erlesener peruanischer Pima-Baumwolle hergestellt. Wegen der langstapeligen Fasern mit Längen von 30 – 35 mm (kurzstapelige Fasern haben Längen von nur 10-20 mm), spricht man auch von MAKO-BAUMWOLLE. Je langstapeliger die Faser, um so höher die Feinheit und Haltbarkeit des Garns. Garne aus MAKO-Baumwolle sind in der Lage, auch höchste Anforderungen zu erfüllen und bieten die Voraussetzung für optimale Qualität des Endproduktes. Die Feinheit der Fasern ermöglicht einen sanften Griff und Warenfall und außerdem verbesserte Farbbrillanz. Der physikalische Hintergrund ist, dass die längeren Baumwollfasern eine glattere Oberfläche erzeugen. Man spricht auch von "feinkörniger" Baumwolle. Die Farbabsorption im Färbeprozess ist infolge des verstärkten Kapillareffekts (durch die längeren Fasern) erhöht. Die höhere Farbintensität, zusammen mit der erhöhten Lichtreflexion durch die glattere Oberfläche bewirken leuchtende und wohl definierte Farben.
 
 

MANUELLE TECHNIKEN

 
Lokale Spannungsmatrizen, also Schädigungen im Gewirke, können mit Hilfe manueller Techniken weitestgehend vermieden und die Elastizitätsgrenze signifikant erhöht werden. Diese manuellen Techniken sind mit hohen Kosten verbunden, aber erklären die Einzigartigkeit der Ware hinsichtlich ELASTIZITÄT und FORMSTABILITÄT. Die manuellen Prozesse sind zeitaufwändig und mit hohen Kosten verbunden (Materialverschnitt, Einbußen der Produktionskapazität, u.a.), aber sind der Garant dafür, dass die Ware nicht aus der Form geht und die hohe Eigenelastizität, auch ohne Elastan, aufweist. Die Rohgewirke durchlaufen außerdem eine PREFIT-BEHANDLUNG mit Wasser, Dampf und Hitze, ohne chemische Zusätze, bei der ebenfalls maschinelle Prozesse weitestgehend durch manuelle ersetzt werden und weitere Einzelstellungsmerkmale liefert.
 
 

MASCHENWAREN

 
Unter der Bezeichnung Maschenwaren versteht man gewirkte, gestrickte und (in der Handarbeit) gehäkelte Textilien, bei denen eine Fadenschleife in eine andere Schleife hineingeschlungen ist. Herausragende Eigenschaften von Maschenwaren sind: Elastizität, Luftdurchlässigkeit und Isolierfähigkeit. Maschinell hergestellt werden Maschenwaren entweder als Bahn auf flachen Maschinen (Flachstuhlware) oder als Schlauch auf runden Maschinen (Rundstuhlware), wobei die Flachstuhlware formbeständiger und teurer ist. Stoffe aus Maschenwaren: Jersey, Single-Jersey, Feinripp, Doppelripp, Interlock, Charmeuse.
 
 

MERCERISIEREN

 
Mercerisieren ist ein Ausrüstungsverfahren für Baumwolle, welches Glanz, Haltbarkeit und Einlaufsicherheit erhöht. Beim Mercerisieren werden Baumwollgarne und -stoffe in Natronlauge getaucht und gespannt. Dabei verlieren die Baumwollfasern ihre korkenzieherartigen bzw. bandartigen Windungen und werden glatt und rund. Die glatte Faseroberfläche reflektiert das einfallende Licht und verursacht dadurch einen dauerhaften, dezenten Glanz, der wasch-, koch- und reinigungsbeständig ist.
 
 

NUMBER ENGLISH (N.e.)

 
N.e. Ist eine Abkürzung für „Number Englisch“ und gibt die Garnstärke an. Je kleiner die Nummer, desto dicker das Garn und umgekehrt. Stefan Brandt arbeitet mit den feinen Titeln Ne 30 bis Ne 160. Die Masse der Gewirke auf dem Markt wird von Titeln von Ne 20 und kleiner bestimmt. Die Wertigkeit des Garns ist umgekehrt proportional zu der Garnstärke.
 
 

OVERLOCKNAHT

 
Die Overlocknaht besteht aus zwei Fäden zum Säumen von Kanten. Sie ist eine dehnfähige Naht und wird deshalb häufig bei dehnbaren Materialien eingesetzt: z. B. bei Unterwäsche und Sportbekleidung.
 
 

PASPEL

(PASPELIERUNG)

 
Die Paspel ist ein mehr oder weniger schmaler Stoffstreifen zur Abgrenzung und Versäuberung von Kanten, Säumen, Schlitzen und Tascheneingriffen (Pattentasche).
 
 

PASSE

 
Eine Passe ist ein eingesetztes oder aufgesetztes Stoffstück zur Betonung eines Bekleidungsstücks oder sie verläuft, z.B. bei Mänteln als Steppnaht über Vorder- und Rückenteil. Passen sind Gestaltungselemente, die unterschiedlich geformt sein können, gerade, rund, bogenförmig oder eckig. Häufig sind sie verziert mit Blenden, Spitzen oder Rüschen.
 
 

PEAU-DE-PECHE

(frz. Pfirsichhaut)

 
Gewebe mit gerauter und geschmirgelter Oberfläche, die sich wie Pfirsichhaut anfühlt.
 
 

PILLING

 
Das Ablösen von Fasern von der Gewebeoberfläche wird als Pilling bezeichnet. Charakteristisch sind an den Stoff anhaftende Stoffkügelchen.
 
 

PIMA BAUMWOLLE

 
Pima Baumwolle ist wegen ihrer Faserfeinheit als Luxusfaser klassifiziert. Sie wird wegen ihrer außergewöhnlichen Weichheit und dem natürlichen, seidigen Glanz geschätzt und auch als die Seide Südamerikas bezeichnet. Die peruanische Pima Baumwolle ist die Feinste unter den Pima Baumwollsorten und wächst in den nördlichen Küstentälern Perus. Dort saugen die reichen Böden die ideale Menge an Feuchtigkeit bei fast perfekten Äquatortemperaturen auf. Das Ergebnis ist eine Baumwolle mit besonders langen Faserlängen (39-42 mm). Anders als viele der kommerziellen Baumwollarten, wird peruanische Pima Baumwolle bis heute noch vollständig per Hand geerntet, um Beschädigungen der Faser, die beim maschinellen Ernten auftreten, zu vermeiden. Die industrielle Ernte hinterlässt kratzende Unreinheiten, die die Glattheit der Baumwolle beeinträchtigen, außerdem wird der Kern der Baumwolle beschädigt, so daß Verunreinigungen eindringen. Im Vergleich ist das Ergebnis der umweltfeundlichen Ernte von Hand ein glänzendes Brillantweiß, das sich ideal färben läßt. 
 
 

PREFIT-BEHANDLUNG

 
Die Kombination der wertvollen Ökotex-Farbstoffe der Schweiz mit der hauseigenen PREFIT-Behandlung liefert eine Reihe von Einzelstellungsmerkmalen, die weltweit nur selten erreicht werden. In dem Prozess mit Wasser, Dampf und Hitze, im geschlossenem System bei 130 Grad, ohne chemische Zusätze, werden letzte Farbmolekül-“Reste“ bzw. Schadstoffe aus den Gewirken herausgelöst. Im Ergebnis wirkt die Ware auch nach längerem Tragen und Schwitzen noch frisch, weil so gut wie keine Rest-Farbpigmente oder Schadstoffe aus der Faser auf die Haut übergehen und mit dem Körperschweiß in eine Zersetzungs-Reaktion treten können. Ideal für Menschen mit empfindlicher Haut oder für Allergiker. Die eigens von Stefan Brandt eingeführte PREFIT-BEHANDLUNG garantiert daher Trocknereignung und eine herausragende FARBECHTHEIT und Hautfreundlichkeit. Dieses PREFIT-Verfahren wird gezielt ergänzt durch MANUELLE TECHNIKEN, die ebenfalls ein Novum darstellen. Hier werden maschinelle Prozesse durch manuelle Schon-Verfahren ersetzt. Diese sind zeitaufwändig und mit hohen Kosten verbunden, aber liefern bedeutende Einzelstellungsmerkmale, wie eine außergewöhnlich hohe ELASTIZITÄT und FORMSTABILITÄT der Ware.
 
 

RAGLAN

 
Ärmelform, die am Hals ansetzt. Die Raglan-Naht verläuft quer über Brust bzw. Rücken zum Armloch. Die weite Form ermöglicht viel Bewegungsfreiheit. Die Naht des Raglanärmels beginnt im Halsloch und verläuft in das Armloch, sowohl im Vorderteil als auch im Rückenteil des Bekleidungsstücks. Erfunden wurde dieser Ärmel von dem engl. Lord James Henry Raglan. Je vollkommener das Raglan-Shirt, umso weniger wird sich z.B. der Kragen aufstellen und die Ärmel sperren. Ein Hersteller mit der immer wieder beschworenen „Liebe zum Detail“, würde gerade bei diesem schwierigen Style die Passgenauigkeit suchen und sichern, dass das Shirt auch im Schulter-/Arm-Bereich an den Arm anfällt und nicht absteht oder Falten wirft. Der Raglan-Style ist ein weiterer Prüfstein (siehe auch „ITALIENISCHE KNOPFLÖCHER“), um sich ein Bild zu machen, wie sorgfaltig der unter die Lupe genommene Hersteller arbeitet.
 
 

RAUEN

 
Rauen ist eine mechanische Ausrüstung. Rotierende Walzen, die mit feinen Stahlhäkchen besetzt sind, lockern aus weich gedrehten Garnen die Faserenden an die Stoffoberfläche. Der Raueffekt kann sehr kräftig, aber auch sehr leicht vorgenommen werden und führt zu einem weichen und flauschigen Griff. Der entstandene Faserflor schließt viel Luft ein und verbessert somit das Wärmerückhaltevermögen.
 
 

REAKTIV-FARBSTOFFE

 
Stefan Brandt arbeitet ausschließlich mit den besten Ökotex-Farbstoffen aus der Gruppe der wiederum hochwertigsten Reaktiv-Farbstoffen der Firma CLARIANT, Schweiz. Das Farbstoffmolekül besitzt eine Reaktivgruppe, die eine chemische Bindung mit der OH-Gruppe der Zellulosefaser eingeht. Dadurch sind die guten Echtheiten bedingt. Die Farbstoffe sind selbstverständlich auch auf gesundheitliche Unbedenklichkeit geprüft und entsprechen den Anforderungen von ÖKO-TEX Standard 100. Darüber hinaus werden alle Artikel bei 130 Grad im geschlossenen System behandelt (PREFIT-BEHANDLUNG).
 
 

RETRO-LOOK

 
Wiederaufleben früherer Moderichtungen (z.B. der Mode aus den 50er oder 60er Jahren), jedoch in zeitgemäßen Variationen.
 
 

RIPPENVARIATIONEN

 
Doppelflächige Maschenware, die auf einer Rundstrickmaschine hergestellt wird. Durch unregelmäßigen Abzug von Nadeln entstehen unregelmäßige sichtbare Rippen in der Ware. Die Bindung ist fein und weniger elastisch als Feinripp oder Doppelripp. Verwendung: Unterwäsche.
 
 

RIPPWARE

 
Maschenware, bei der sich rechte und linke Maschen abwechseln (jeweils eine oder mehrere) und beide Warenseiten gleich aussehen.
 
 

SANDBLASTING

auch SANDSTRAHLBEHANDLUNG

 
Auch: Sandstrahlen. Hier wird ganzflächig oder platziert Farbe abgetragen.
 
 

SAND-WASHED

 
Dieses verfeinerte Stone-Washed Verfahren, mit kleinen, ganz runden Bimssteinen bewirkt einen vollen weichen Griff. Die Textilien werden mitunter auch ganz oder teilweise mit feinem Sand bestrahlt, wodurch eine Aufhellung der behandelten Stellen auftritt.
 
 

SANFORISIEREN

 
Eine der bekanntesten Ausrüstungsmarken für krumpfechte Textilien ist das vom Amerikaner Sanford L. Cluett (1874-1968) in den 1920-er Jahren entwickelte Sanfor®-Verfahren. Der Name "Sanfor®" wurde dabei aus dem Vornamen des Erfinders Sanfor(d) abgeleitet. Er entwickelte die erste Krumpfmaschine. Seit 1930 vergibt die Sanforized Company, Lizenzen an Textil- und Bekleidungshersteller. Diese müssen sich vertraglich verpflichten, bestimmte Herstellungs- und Prüfmethoden in ihrer Produktion einzuhalten, und dürfen dann auf ihren Erzeugnissen das Sanfor®-Label anbringen. Sanforisiert werden meist Baumwolle und Baumwollmischgewebe. Sanfor®, Sanforized® und Sanforizado® sind eingetragene Warenzeichen der Cluett, Peabody & Co. Inc., New York, USA.
 
 

SAUM

 
Ein Saum ist ein umgeschlagener und befestigter Stoffrand, der die Schnittkante vor dem Ausfransen schützt. Es gibt den einfachen, den umgebückten und den doppelten Saum. Vernäht wird der Saum z. B. mit dem Hexenstich.
 
 

SINGLE JERSEY

(Einflächige Kulierware)

 
Ist von der Technik des Handstrickens abgeleitet, alle Maschen einer Reihe sind aus ein und demselben Faden gearbeitet. Kennzeichen: eine Seite zeigt nur rechte und die andere nur linke Maschen. Anders gesagt: Die beiden Warenseiten sehen unterschiedlich aus. Auf der einen Warenseite sind Maschenstäbchen (rechte Maschen) auf der anderen Warenseite sind Maschenbogen (linke Maschen) zu sehen. Die normalerweise relativ geringe Dehnfähigkeit von Single Jersey wird von Stefan Brandt durch eigens entwickelte Techniken zur Steigerung der Elastizität erhöht. Zusätzlich wird die Elastizität auch bei einigen Artikeln durch das Mitstricken eines Elastanfadens erhöht.
 
 

STEINNUSSKNÖPFE

 
Die Knöpfe unserer Polo-Shirts und Jersey-Dress-Shirts sind aus echtem Perlmutt oder echter Steinnuss mit Lasergravur. Wir vermeiden den Einsatz von automatischen Knopflochmaschinen, und nähen die Knöpfe per Hand über Kreuz an. Ein pro-cedere, wie anspruchsvolle Kunden es auch von hochgenrigen Businesshemden kennen (s. KNOPFLÖCHER).
 
 

STONE-WASHING

 
Verleiht den verwegenen USED LOOK, wendet Stefan Brandt bei Jacken und Fleece-Artikeln an. Ein Waschverfahren zum beschleunigten Ausbleichen und Weichmachen mittels Bimssteinen. Fertige Bekleidungsstücke werden zusammen mit Bimssteinen verschiedener Größe in einer speziellen Waschlauge ca. 40-60 Minuten gewaschen. Die Steine können natürlich oder synthetisch sein, verschiedene Größen und Formen haben und dadurch unterschiedliche Effekte erzielen. Dabei lösen sich die Bimssteine fast vollständig auf. Reißverschlussblenden, Nähte und andere vorspringende Teile werden stärker ausgewaschen. Die Dauer des Waschvorgangs, Art und Anzahl der Steine sowie die verwendeten Waschchemikalien bestimmen den Grad des Auswaschens bis hin zur Zerstörung von Nähten und Kanten. Untergruppen von Stone-Washed: Sand-Washed, Moon-Washed, Diamond-Washed.
 
 

STRETCH

 
Allgemeinbezeichnung für elastische Stoffe, die ihre Dehnfähigkeit durch die Beimischung von Elastan erhalten. Die Rücksprungfähigkeit von Elasthan ermöglicht es, dass die Stoffe oder Garne nach einer Dehnung in ihre Ausgangsposition zurückkehren und die entsprechenden Stellen nicht ausbeulen. Entsprechende Kleidungsstücke liegen eng am Körper an und haben so eine gute Bewegungspassform.
 
 

STRICKWAREN

 
Allgemein verwendeter Begriff für Textilien aus Maschenwaren unabhängig von der Herstellungstechnik.
 
 

SWEATSHIRT

 
Sportliches Shirt mit langem Arm und Rundhals, aus innen aufgerautem Stoff (bei Stefan Brandt in reiner Baumwolle).
 
 

TEXTILER SCHLIFF

(s. SCHMIRGELN)

 
Der mechanische Schliff bzw. das Schmirgeln ist ein Veredelungsverfahren. Der Stoff wird an Walzen vorbei geführt, die mit Schmirgelpapier überzogen sind. Je nachdem wie fein oder grob das Papier ist und welche Qualität der Stoff hat, erhält man einen mehr oder weniger veloursartigen oder samtigen Oberflächenflor (s. auch PEAU-DE-PECHE).
 
 

THERMO-SCHOCK

 
Zusätzliches Kompaktieren des Artikels nach der PREFIF-BEHANDLUNG, indem das kochend heiße Gewirke in kaltes Wasser geworfen wird.
 
 

TUMBELN

 
Trocknen von Textilien im Trockner.
 
 

USED-LOOK

 
Kleidung, die bereits beim Kauf wie gebraucht aussieht. Dieser Effekt wird entweder durch Vorwaschen mit oder ohne Chemikalien bzw. Mineralien erzielt oder durch mechanische Eingriffe (z.B. Stone-washed Jeans).
 
 

VINTAGE-OPTIK

 
Durch extreme Waschungen und Behandlungen wird ein stark abgenutzter oder alter bzw. used Look erzielt. In der klassischen Bedeutung des Begriffs, ist es aber gleichbedeutend mit "bereits getragen" oder im Originalzustand auf Lager gehalten.
 
 

WIRKTECHNIK

 
Je feiner das Garn, umso feinmaschiger kann das Gewirke hergestellt werden. Und je feinmaschiger, umso glatter ist auch die Oberfläche und damit auch die Lichtreflexion und Farbbrillanz. Feinmaschigkeit in Kombination mit feinen Garnen sind die Voraussetzung für Elastizität, Farbbrillanz, seidige Haptik, weichen Griff und andere Qualitätsmerkmale. Feine Garne sind nur über hochqualitative Baumwolle herstellbar. Daher strickt Stefan Brandt ausschließlich mit feinen Garnen aus langstapeliger Pima-Baumwolle. Um die  natürliche Elastizität im Gewirke zu maximieren, werden die Gewirke in manuellen Prozessen bis zum finalen Zuschnitt behandelt (s. ELASTIZITÄT). Stefan Brandt bricht mit den üblichen Verfahren fast aller Konfektionen weltweit, die Gewirke auf einheitliche Breite vor dem Zuschneiden zu walzen, um eine maximale Anzahl an Artikeln aus dem Gewirke schneiden zu können. Die Folge wären lokale Dehnfelder im Gewirke und Verluste an Elastizität und Formstabilität.
 
 
© 2018 Stefan Brandt

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